Pressemitteilung vom 22.06.2015

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Die Personalsituation an der Charité muss sich deutlich verbessern

Der Deutsche Pflegerat sieht die Patientensicherheit als akut gefährdet an
 
„Die Charité-Pflegenden haben heute zu Recht ihren unbefristeten Streik begonnen“, unterstützt Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, die Forderungen der Charité-Pflegenden für die Einstellung von mehr Pflegepersonal und für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
 
„Es kann nicht sein, dass die Krankenhausträger auf der einen Seite bundesweit in den letzten Jahre rund 50.000 Vollzeitstellen im Pflegedienst abgebaut haben und auf der anderen Seite davon ausgehen, dass sich qualitativ nichts ändert“, weist Westerfellhaus hin. „Dieser Entwicklung kann man lange zusehen – aber dann ist der Punkt erreicht, an dem man merkt, dass sich trotz aller Appelle nichts bewegt. Dann ist man gezwungen und berufsethisch verpflichtet, schärfere Maßnahmen zu ergreifen“, sagt der Präsident des Deutschen Pflegerats weiter.
 
„Bereits heute macht sich der Personalmangel in der Pflege bei den Patientinnen und Patienten negativ bemerkbar“, mahnt Westerfellhaus. „Es ist nicht länger akzeptabel, dass die Patientensicherheit in deutschen Krankenhäusern akut gefährdet ist und die Überforderung der professionell Pflegenden immer weiter zunimmt.“
 
Der Deutsche Pflegerat fordert die Charité und alle anderen deutschen Krankenhäuser auf, das Personal in der Pflege deutlich aufzubauen sowie die nötigen finanziellen Mittel für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zur Verfügung zu stellen. „Bewegen muss sich auch die Politik. Sie steht mit in der Verantwortung für die schlechte Personalsituation an den deutschen Krankenhäusern“, macht Westerfellhaus deutlich.


 

 

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