Pressemitteilung vom 12.02.2016

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Reform der Pflegeberufe nicht fahrlässig gefährden

Der Deutsche Pflegerat steht zur generalistischen Pflegeausbildung

„Dem Gesetzentwurf für eine generalistische Pflegeausbildung geht eine fast zehn
Jahre lange ausführliche Diskussion voraus, bei der zahlreiche Argumente des Für und
Wider eines solchen Schritts abgeklopft wurden“, setzt Andreas Westerfellhaus, Präsident
des Deutschen Pflegerats (DPR), den Kritikern entgegen, die jetzt über ein Moratorium
eine Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens für das Pflegeberufsgesetz fordern.


„Wer jetzt die Reform der Pflegeausbildung auf Eis legt, der handelt in hohem Maße fahrlässig.
Damit würde das Aus für eine moderne Form der Pflegeausbildung riskiert, die wir angesichts
der demografischen Entwicklungen mehr denn je benötigen“, mahnte Westerfellhaus heute in Berlin weiter.


„Der Deutsche Pflegerat steht zu seiner Forderung nach einer generalistischen Ausbildung,
damit sie den hohen Anforderungen an den Beruf gerecht wird. Angesichts der Herausforderungen,
die an die Pflege gestellt werden, können wir nicht alles beim Alten lassen. Viele der Generalistik
zugeschriebene Folgen hätten wir im Übrigen auch, wenn wir die dringend erforderliche Reform
der Ausbildung ohne Generalistik machen würden.
Wir brauchen jetzt eine zukunftsfeste Reform, die nicht durch zu viele Kompromisse mit den
Bedenkenträgern verwässern werden sollte“, machte der Präsident des Deutschen Pflegerats deutlich.


„Die Generalistik“, merkte Westerfellhaus an, „gilt für die Profession Pflege“. Verwundert sei er daher schon,
dass sich auch andere Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen, wie zum Beispiel auf der Ärzteseite,
in die Diskussion einmischen. Andersherum würde dies wohl zu einem Sturm der Entrüstung führen.


„Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens bleibt noch genügend Zeit, um sich über wichtige Fragen
sachlich auszutauschen. Dafür brauchen wir kein Moratorium“, sagte Westerfellhaus abschließend.


Ansprechpartner:

Andreas Westerfellhaus
Präsident des Deutschen Pflegerats
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

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