Pressemitteilung vom 04.05.2016

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„Tarifvertrag als Blaupause nutzen“

Deutscher Pflegerat wertet die Ergebnisse des Charité-Tarifvertrages aus
 
„Mit dem Charité-Tarifvertrag über Gesundheitsschutz und Mindestbesetzungsregelungen in der Pflege wird es uns gelingen, die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus wesentlich zu verbessern“, ist sich der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Andreas Westerfellhaus, sicher.
 
„Der Deutsche Pflegerat fordert, dass sich alle Krankenhäuser in Deutschland diesen Tarifabschluss als Vorbild nehmen. Nehmen Sie diesen Tarifvertrag als Blaupause für ihre Personalpolitik“, forderte Westerfellhaus bei der jetzt erfolgten Auswertung der Ergebnisse durch den Deutschen Pflegerat.
 
Zu Recht stelle der Tarifvertrag den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsprävention der im Krankenhaus beschäftigten Pflegenden an die erste Stelle. „Damit ist ein klares Signal gegen eine immer weitere körperliche und seelische Mehrbelastung der professionell Pflegenden gesetzt.
Zudem ist künftig klar, welcher Personalmindeststandard in der Pflege in der Charité gilt.
Ein großflächiger Personalabbau, wie es diesen in der Vergangenheit gegeben hat, ist künftig zumindest für die Charité ausgeschlossen.“
 
Der jetzt gefundene Tarifvertrag habe gezeigt, dass sich der Einsatz der professionell Pflegenden für bessere Arbeitsbedingungen, bis hin zum Streik, gelohnt hat.
„Das muss uns Mut für die Zukunft geben. Die Fremdbestimmung über die Berufe in der Pflege muss ein Ende haben“, machte Westerfellhaus weiter deutlich.
 
Nicht darüber hinwegtäuschen dürfe der jetzt beschlossene Tarifvertrag, „dass es in den letzten Jahren zu einem Abbau von 50.000 Vollzeitstellen im Pflegedienst im Krankenhaus gekommen ist.
Weiter ist nach wie vor die Finanzierung des Pflegepersonals nur ungenügend geklärt“, wies der Präsident des Deutschen Pflegerats ergänzend hin. 

 

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