Pressemitteilung vom 10.04.2017

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Vereinigung der Pflegenden in Bayern ist nichts als ein loser Interessenverbund

Deutscher Pflegerat lehnt Mogelpackung für die professionell Pflegenden ab
 
Der Landtag in Bayern hat am 6. April 2017 die Einführung der „Vereinigung der Pflegenden in Bayern“ zum 1. Mai 2017 beschlossen.
 
Hierzu erklärt der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR) Andreas Westerfellhaus:
 
„Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern ist und bleibt eine Mogelpackung und soll den Pflegefachpersonen gegen ihren Willen übergestülpt werden. Als loser Interessenverbund kann sie nicht die einer starken Pflegekammer zugeschriebenen Aufgaben erfüllen.

Der Vereinigung fehlt es an der notwendigen Unabhängigkeit, da sie aus dem Staatshaushalt finanziert wird. Damit unterliegt sie einem Haushaltsvorbehalt. Auch repräsentiert die Vereinigung nicht  die ganze Berufsgruppe. Sie beruht auf einer freiwilligen Mitgliedschaft.
 
Die Pflegefachpersonen in Bayern benötigen keinen Etikettenschwindel und keine Verwässerung ihrer elementaren Entscheidungsbefugnisse. Sie wollen ihre Belange selbst in die Hand nehmen. Das kann nur durch die Gründung einer starken Pflegekammer erreicht werden. In dieser ist gewährleistet, dass es tatsächlich um die Interessen der Pflegefachpersonen geht und nicht Interessengruppen der Arbeitgeber Einfluss nehmen, wie dies in der Vereinigung der Fall sein wird.
 
Der bayerische Landtag hat es jetzt leider verpasst, den professionell Pflegenden eine tatsächlich starke Stimme zu geben. Mehr Wertschätzung sieht anders aus. Die etablierte Pflegekammer in Rheinland-Pfalz ist dafür das beste Beispiel.“
 
Ansprechpartner:
Andreas Westerfellhaus
Präsident des Deutschen Pflegerats
 
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
 
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
 
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de
 
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
 
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Andreas Westerfellhaus, Vize-Präsident ist Franz Wagner, Vize-Präsidentin ist Andrea Lemke.
 
Mitgliedsverbände:
 
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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