Pressemitteilung vom 22.09.2017

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Franz Wagner: „Bundesregierung muss die Profession Pflege viel ernster nehmen“

Thema Pflege im Bundestagswahlkampf: Umsetzung der Versprechen ist entscheidend

„Ohne Pflegefachpersonen gibt es keine Pflege. Und ohne gute Arbeitsbedingungen gibt es keine professionell Pflegenden. Diese Grundbedingungen für die Pflege scheint jetzt auch die Politik begriffen zu haben“, machte der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner, heute in Berlin deutlich. Weiter sagte Wagner:

„Das Thema Pflege hat zumindest in den letzten beiden Wochen im Wahlkampf zur Bundestagswahl eine Rolle gespielt. Was nach wie vor fehlt sind jedoch konkrete Maßnahmen, die über die allgemeinen politischen Versprechungen hinausgehen. Deutlich wird auch, dass die nächste Bundesregierung die Profession Pflege viel ernster nehmen muss als sie dies bisher getan hat. Die professionell Pflegenden müssen mit am Tisch sitzen, wenn es um ihre Belange geht. Der Fehler, dass über ihre Köpfe hinweg über ihre Arbeitsbedingungen hinweg entschieden wird, darf sich nicht wiederholen. Die professionell Pflegenden an der Charité streiken daher zu Recht für bessere Arbeitsbedingungen, für mehr Kolleginnen und Kollegen sowie für eine Umsetzung des ihnen bereits Versprochenen.

Die Politik ist gefordert, ihre wahlpolitischen Bekenntnisse zu konkretisieren und unmittelbar in die Tat umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei eine wesentliche Verbesserung der Löhne wie auch die der Personalschlüssel in der Pflege. Letztere müssen bundeseinheitlich verbindlich geregelt werden. Den derzeitigen Unterschieden in der Personalausstattung der Pflegeeinrichtungen je nach Land von bis zu 20 Prozent muss ein Ende gesetzt werden.

Der Deutsche Pflegerat hat sich die politischen Versprechungen der letzten Wochen sehr genau angesehen. In der Umsetzung deren wird sich die Politik von uns messen lassen müssen.“ 

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
 
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
 
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
 
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de
 
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
 
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.
 
Mitgliedsverbände:
 
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

 

 

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