Pressemitteilung vom 27.11.2015

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Generalistische Pflegeausbildung ist ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Pflegeberufe

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe stellen Referentenentwurf zum Pflegeberufsgesetz vor

"Die generalistische Pflegeausbildung ist ein Meilenstein für die dringend gebotene Weiterentwicklung der Pflegeberufe in Deutschland", betonte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin.

Westerfellhaus ging damit auf die Vorstellung des Referentenentwurfes des Pflegeberufsgesetzes durch die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ein. "Der Deutsche Pflegerat begrüßt ausdrücklich die Vorlage des gemeinsamen Referentenentwurfes und damit die Entscheidung für eine generalistische Pflegeausbildung."

Westerfellhaus: "Der heutige Tag ist ein wichtiger Tag für alle professionell Pflegenden, auf den wir viele Jahre hingearbeitet haben. Die Arbeit der professionell Pflegenden wird durch die generalistische Pflegeausbildung mit Schwerpunktbildung aufgewertet und auf solide Füße gestellt. Das wird zu einem enormen Motivationsschub führen."

Durch die Zusammenführung der Kompetenzen der drei bisherigen Pflegefachberufe "Altenpflege", "Gesundheits- und Krankenpflege" und "Gesundheits- und Kinderkrankenpflege" zu einem neuen Pflegeberuf werde die Qualität der Pflegeausbildung gesteigert. "Die neue Pflegeausbildung wird entscheidend zur Sicherung des hohen Standards der pflegerischen Versorgung in Deutschland beitragen", betonte Westerfellhaus weiter.

Der Referentenentwurf sieht weiterhin die Festschreibung vorbehaltener Aufgaben für den Pflegeberuf und eine hochschulische Pflegeausbildung als zweiten Zugang zum Beruf vor. "Beides sind Kernforderungen des Deutschen Pflegerats. Deren Aufnahme in das Pflegeberufsgesetz begrüßen wir ausdrücklich."

Die neue Pflegeausbildung  schaffe neue Karrierechancen für Pflegefachpersonen, steigere die Attraktivität und fördere damit auch den Verbleib im Beruf.

Zu etlichen Details gebe es aus Sicht des Deutschen Pflegerats aber noch Diskussionsbedarf, sagte dessen Präsident weiter. "Bei den Zugangsvoraussetzungen sollten wir keine Kompromisse eingehen. Die Qualität darf nicht der Quantität geopfert werden", mahnte Westerfellhaus. Auch sollte man sich bei der inhaltlichen Ausgestaltung der praktischen Ausbildung an Ausbildungserfordernissen und nicht an Arbeitgeberinteressen orientieren, gab der Präsident des Deutschen Pflegerats zu bedenken.

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