Pressemitteilung vom 06.03.2018

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Deutscher Pflegerat: Pflegepolitik muss oberste Priorität erhalten

Franz Wagner: „Positive Ansätze im Koalitionsvertrag müssen konkretisiert und sofort umgesetzt werden – Masterplan ist entscheidend“

Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) erwartet, dass nach der Regierungsbildung rasch konkrete Schritte zur Verbesserung der Situation in den Pflegeberufen unternommen werden.

„Wir gratulieren der Bundeskanzlerin, den Parteien CDU/CSU und SPD sowie insbesondere dem designierten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Es warten große Aufgaben im Bereich der Pflege auf die neue Bundesregierung. Die nächsten Jahre werden darüber entscheiden, ob wir die Krise in der Pflege bewältigen und den pflegerischen Herausforderungen der Zukunft begegnen können. Die Pflegepolitik muss daher oberste Priorität in der Regierungsarbeit haben“, betonte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin.
 
„Die Problemlage ist komplex. Deshalb benötigen wir eine Gesamtschau und einen Entwicklungsplan für die nächsten 10 Jahre. Ein solcher Masterplan muss gemeinsam mit den relevanten Akteuren und unter Beteiligung aller relevanten Regierungsressorts entwickelt werden. Es liegen viele Reformvorschläge vor. Was fehlt, ist eine koordinierte Planung, die das bisherige Drehen an einzelnen Stellschrauben ablöst. Zudem fehlt bislang auch der Mut zu grundlegenden Veränderungen – wie zum Beispiel beim Thema Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen.
Es braucht rasch eine spürbare Entlastung bei der Arbeitsbelastung der professionell Pflegenden. Hier muss geklotzt und nicht gekleckert werden. Erforderlich sind auch rasche Fortschritte bei der Implementierung des Pflegeberufegesetzes. Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung muss umgehend dem Deutschen Bundestag zugeleitet werden.
 
Der Koalitionsvertrag enthält einige positive Ansätze für die Pflege. Diese müssen jetzt schnell konkretisiert und umgesetzt werden. Das alleine wird aber nicht reichen.
 
Der Deutsche Pflegerat wünscht der neuen Bundesregierung viel Erfolg bei den anstehenden großen Aufgaben. Wir stehen bereit, uns konstruktiv in die Diskussionen einzubringen und die Reformvorhaben im Pflege- und Gesundheitsbereich mitzugestalten und voranzutreiben.“
 
Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
 
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
 
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
 
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de
 

 
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
 
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.
 
Mitgliedsverbände:
 
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).
 

 

 

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