Pressemitteilung vom 23.04.2018

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Presse DPR: Ohne Einbezug der professionell Pflegenden scheitert jede Klinik

Deutscher Pflegerat fordert das Universitätsklinikum Mannheim zur Änderung seines Beschlusses auf
 
Das Universitätsklinikum Mannheim plant die Auflösung der zentralen Pflegedirektion und die Unterstellung der bisherigen Verantwortlichkeiten in den Bereich der Ärzteschaft. In einem Schreiben an das Klinikum mahnt der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) vor diesem Schritt und fordert die Zurücknahme des Beschlusses.
 
Zum geplanten Vorgehen des Universitätsklinikums äußerte sich heute Franz Wagner, Präsident des DPR, in Berlin:
 
„Der Deutsche Pflegerat fordert die Verantwortlichen des Universitätsklinikums Mannheim auf, den Beschluss zur Auflösung des Pflegedirektorats zu korrigieren. Die pflegerische Kompetenz kann in der Unternehmensleitung weder von ärztlicher noch von kaufmännischer Seite eingebracht werden. Das Klinikum setzt mit seiner jetzigen Entscheidung ein falsches Signal.
 
Die geplante Unterstellung der Profession Pflege in den Verantwortungsbereich der Ärzteschaft ist problematisch, unverständlich und risikoreich zugleich. Sie widerspricht allen Forderungen der Berufsgruppe und der Politik nach einer nachhaltigen Entwicklung und einer höheren Eigenständigkeit sowie nach mehr Wertschätzung der Pflege.
 
Nur mit dem Wissen und dem vollen Einbezug der professionell Pflegenden in die Entscheidungen gelingt es den deutschen Krankenhäusern, sich zukunftsgerecht auszurichten. Andernfalls werden diese scheitern.“
 
Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
 
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
 
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
 
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de
 
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
 
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.
 
Mitgliedsverbände:
 
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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