Pressemitteilung vom 11.05.2018

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Deutscher Pflegerat: Pflegeausbildungsreform schleunigst umsetzen

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung geht den richtigen Weg – in einzelnen Bereichen noch Korrekturbedarf
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) begrüßt grundsätzlich den Referentenentwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe. „Damit wird ein wichtiger weiterer Schritt in Richtung der Ausbildungsreform in der Pflege eingeleitet. Die Linie und das Niveau des Verordnungsentwurfes sind insgesamt für die Anforderungen an den Heilberuf Pflege adäquat festgelegt“, betont Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR).
 
„In einzelnen Bereichen muss aus Sicht des Deutschen Pflegerats allerdings noch korrigiert und nachgebessert werden. Dies gilt z.B. für die Zwischenprüfung, die nicht zuletzt wegen des Kompromisses beim Pflegeberufegesetz überdimensioniert ausfällt. Auch im Bereich der Prüfungsumsetzung sind noch Korrekturen nötig.
 
Der Deutsche Pflegerat hofft auf eine rasche Entscheidung im Deutschen Bundestag und im Bundesrat, die unsere Hinweise aufgreift, damit die Vorbereitung für den Start des Pflegeberufegesetzes zum 1. Januar 2020 beginnen kann. Verzögerungen, wie beim Pflegeberufegesetz, darf es nicht mehr geben. Viele der praktischen Ausbildungsträger und Schulen haben sich bereits heute auf den Weg gemacht und erwarten nun eine konkrete sowie klare Entscheidung des Bundesgesetzgebers.
 
Der Deutsche Pflegerat richtet einen deutlichen Appell an die politisch Verantwortlichen: Setzen Sie die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung im Sinne der Neuausrichtung der Pflegeausbildung zeitnah um! Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.
 
Zu begrüßen ist die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Anrechnung auf den Stellenplan im ersten Jahr der beruflichen Ausbildung auszusetzen. Wünschenswert wäre ein vollständiger Verzicht auf die Anrechnung und eine Regelung für eine Praktikumsvergütung für die Studierenden in der hochschulischen Ausbildung.
 
Die Stellungnahme des Deutschen Pflegerats zum Referentenentwurf der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe finden Sie in der Anlage.
 
Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
 
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
 
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
 
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de
 
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
 
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.
 
Mitgliedsverbände:
 
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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