Pressemitteilung vom 13.09.2018

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Deutscher Pflegerat: Fachkraftmangel in der Pflege liegt noch weitaus höher

Zahlen des IW bauen auf der aktuellen unzureichenden Personalausstattung auf

Zur Veröffentlichung der Simulationsrechnung des Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) zum Fachkräftebedarf in der Pflege bis zum Jahr 2035 erklärt Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR):

„Bis zum Jahr 2035 benötigt die professionelle Pflege in Deutschland laut dem IW mindestens rund 130.000 Fachkräfte mehr als dies derzeit der Fall ist. Das bedeutet ein Plus von gut 44 Prozent im Vergleich zu heute.

Die vorgenommene Simulationsrechnung vergisst dabei jedoch, dass bereits jetzt ein Fachkraftmangel besteht. Aus Sicht des Deutschen Pflegerats benötigen die Kranken- und Altenpflege zusammen derzeit bereits 100.000 Pflegekräfte mehr. Der Fachkraftmangel ist damit noch weitaus höher als vom IW angenommen wird.

Um den Fachkraftmangel entgegenzutreten schlägt das IW unter anderem eine Deregulierung der Pflege vor. Das ist einer von vielen wichtigen Punkten. Eine solche Deregulierung darf jedoch nicht dazu führen, dass die Qualität der Leistungserbringung wie auch die Sicherheit der Patienten leidet."

Ansprechpartner: Franz Wagner Präsident des Deutschen Pflegerats Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen Alt-Moabit 91, 10559 Berlin Telefon: (0 30) 398 77 303 Telefax: (0 30) 398 77 304 E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

Falls Sie keine Pressemeldungen des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR) mehr beziehen wollen, dann senden Sie uns bitte eine E-Mail an presse@deutscher-pflegerat.de (Betreff Austragung Presseverteiler).

Die Datenschutzerklärung des Deutschen Pflegerats finden Sie hier.

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