Pressemitteilung vom 26.03.2019

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Hebammenausbildung wird grundlegend reformiert

Bundesgesundheitsministerium mit wegweisender Richtungsentscheidung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Hebammenausbildung (Hebammenreformgesetz – HebRefG) vorgelegt. Hierzu erklärt Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR):

„Der Referentenentwurf sieht eine vollständige Akademisierung der Hebammenausbildung im Rahmen eines dualen Studiums mit hohem Praxisanteil vor. Das Ministerium geht mit der Akademisierung den richtigen Weg und passt die Anforderungen an Hebammen endlich an die verantwortungsvollen Aufgabenstellungen des Berufes an. Alternativen zu einer akademischen Ausbildung gibt es nicht.

Bewusst spricht sich dabei das Bundesgesundheitsministerium gegen ein Nebeneinander verschiedener Ausbildungswege für Hebammen aus.

Die neue Hebammenausbildung zeigt auch für die weiteren Berufe in der Pflege die notwendig werdenden Wege auf. Sie kann der Lackmustest für diese sein, wenn es darum geht, Deutschlands Pflege nicht halbherzig in die Zukunft zu führen. Die wegweisende Richtungsentscheidung in der Hebammenausbildung zeigt mit Blick auf das verwässerte Pflegeberufegesetz, man kann es auch besser machen.

Einige der Regelungen der geplanten neuen Hebammenausbildung müssen umgehend mit in das pflegerische Studium weiterer Gesundheitsberufe übernommen werden. Dies betrifft vor allem die Ausbildungsfinanzierung der Studierenden durch die Sozialversicherung wie auch die Vorgabe, dass die Studiengangleitung nur durch Berufsangehörige erfolgen kann."

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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