Pressemitteilung vom 09.05.2019

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Deutscher Pflegerat: Verantwortung muss man auch wahrnehmen

Internationaler Tag der Pflegenden (12. Mai 2019) stellt „Gesundheit für alle" in den Mittelpunkt

„Die Gesundheit ist ein Menschenrecht. Sie zu schützen und zu fördern ist eine wesentliche Aufgabe der professionell Pflegenden. Doch dabei dürfen sie nicht alleine gelassen werden", betonte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), heute in Berlin anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai 2019.

„Der diesjährige Internationale Tag der Pflegenden steht unter dem Leitsatz „Pflegefachpersonen: Eine führende Stimme für Gesundheit für alle". Das setzt voraus, dass Gesundheitsleistungen für jeden erreichbar sind und auch geleistet werden können. Die professionelle Pflege hat große Kompetenzen, die im Rahmen einer notwendigen Neuorientierung der Versorgung genutzt werden sollten. Das wäre nicht nur ein Beitrag für eine bessere Versorgung, sondern auch für eine höhere Attraktivität des Pflegeberufes.

Das deutsche Pflege- und Gesundheitssystem stößt bereits heute an seine Grenzen. Pflegeleistungen müssen vielerorts abgelehnt werden, weil kein Pflegepersonal zur Leistungserbringung da ist. Die Belastung der professionell Pflegenden steigt stetig. Das führt dazu, dass die Hilfeleistenden selbst immer mehr der Hilfe benötigen. Fakt ist, der Pflegefachkräftemangel hat uns bereits heute fest im Griff und wird uns in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr los lassen. Die Talsohle ist noch längst nicht erreicht.

Deutschland braucht vor diesem Hintergrund eine Politik, die klipp und klar deutlich macht, wie sie die Arbeitsbedingungen für die professionell Pflegenden verbessern möchte, und die dann auch direkt ans gemeinsame Umsetzen geht. Gleiches gilt für die Kassen und Sozialhilfeträger, wie auch für die Arbeitgeber und Gewerkschaften.

Denn die Verantwortung für „Gesundheit für alle" kann nicht allein auf den Schultern der professionell Pflegenden liegen. Und sie endet auch nicht am Abend des 12. Mai. Sie muss bewusst übernommen und auch gelebt werden. Auch an dieser Stelle gibt es in Deutschland noch viel Nachholbedarf.

Professionell gepflegt werden kann nur, wenn gute Rahmen- und Arbeitsbedingungen gegeben sind. Eine gute Pflege kann es nur geben, wenn die professionell Pflegenden fair und gleichberechtigt an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt sind.

Der Internationale Tag der Pflegenden muss daher auch mit einem klaren Bekenntnis für die Übernahme von Verantwortung für die pflegerische Versorgung in Deutschland verbunden sein."

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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