Pressemitteilung vom 04.09.2019

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Deutscher Pflegerat: Krankenhäuser benötigen Pflegepersonalbemessung

Aktuelle Diskussion um Pflegepersonaluntergrenzen zeigt dringenden Handlungsbedarf auf

Zur aktuellen Diskussion des GKV-Spitzenverbandes und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zu den Pflegepersonaluntergrenzen im Krankenhausbereich stellt Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), fest:

„Die aktuelle Diskussion zu den Pflegepersonaluntergrenzen im Krankenhaus zeigt, wie problematisch die Festlegung von Untergrenzen sowohl methodisch als auch organisatorisch ist. Deutlich wird, dass ein verbindliches Bemessungsinstrument zur Menge und zur Qualität des Pflegepersonals für alle bettenführenden Stationen im Krankenhaus dringend benötigt wird. Dieses muss sich unbürokratisch an der tatsächlichen Versorgung im Krankenhaus orientieren und sollte nicht auf fiktive Größen zurückgreifen.

Ein Instrument als Interimslösung wird derzeit gemeinsam vom Deutschen Pflegerat, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Gewerkschaft ver.di erarbeitet. Die Eckpunkte hierzu wurden neulich vorgestellt. Die Ergebnisse sollen bis Ende 2019 vorliegen. Es geht darum, zeitnah und ohne großen Aufwand spürbare Verbesserungen für die Pflegefachpersonen und damit für die zu pflegenden Menschen zu erreichen.

Parallel dazu soll ein wissenschaftlich fundiertes, am Versorgungsbedarf der Patientinnen und Patienten orientiertes Personalbemessungsverfahren von der Selbstverwaltung entwickelt werden. Das wird aber einige Jahre dauern. Auf diese Parallelstrategie hatten sich auch die Partner der Konzertierten Aktion Pflege verständigt.

Ziel muss es sein, zu einer gerechten Personalbemessung zu kommen, die die Qualität der Leistungserbringung und die Patientensicherheit gewährleistet sowie zur Entlastung der Mitarbeiter in der Pflege führt. Gleichzeitig muss die Politik auf allen Ebenen an der Struktur der Krankenversorgung in Deutschland arbeiten."

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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