Pressemitteilung vom 19.09.2019

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Verpflichtung für die professionell Pflegenden über den Welttag hinaus Deutscher Pflegerat: Patientensicherheit erfordert Handeln

 

„Wer Patientensicherheit nachhaltig will, der muss die beruflich Pflegenden mit in den Mittelpunkt stellen. Ohne sie gibt es keine Patientensicherheit.", machte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), heute in Berlin deutlich. „Es macht zuversichtlich, dass sich diese Erkenntnis wie ein roter Faden durch viele der Meldungen zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2019 gezogen hat. Die Erkenntnis allein reicht jedoch nicht aus."

Wagner fordert eine ganzjährige „Verpflichtung für den Patientenschutz", die alle Institutionen des Pflege- und Gesundheitswesens umfasst und nicht an Sektorengrenzen haltmacht. „Die beruflich Pflegenden sorgen mit ihrem Wissen und ihrer professionellen Hilfe für die notwendige Sicherheit auf allen Ebenen, so gut es ihnen heute noch möglich ist", betonte Wagner mit Blick auf das Schwerpunktthema 2019 des Welttags („Sicherheitskultur auf allen Ebenen").

„Denn: Die Patientensicherheit ist gefährdet. Die professionell Pflegenden arbeiten vielfach am und über dem Limit. Wir brauchen mehr beruflich Pflegende, gut ausgebildet und gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten in einem Personalmix, der besser als bisher auf die zu erbringenden Leistungen angepasst ist.

Wir brauchen eine Arbeitsorganisation in den Unternehmen und eine Mitgestaltung, die die Profession Pflege tatsächlich ernst- und mitnimmt, anstatt über sie zu bestimmen", betonte Wagner weiter. „Dieser Mut zu handeln darf nicht nur am Welttag der Patientensicherheit erkennbar sein. Er muss unser Handeln das ganze Jahr bestimmen."

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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