Angebote für Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger(-innen), Altenpfleger(-innen), Hebammen sowie Angestellte in pflegerischen Assistenzberufen
Qualifizierte Arbeit in der Pflege muss sich lohnen
DPR fordert Tarifpartner, Pflegefachkräfte angemessen zu vergüten / Es gibt keine qualifizierte Pflege zu Dumpingpreisen / Versorgung durch Überlastung gefährdet
DPR Presseinformation

BERLIN, 29. Januar 2008

Vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst, aber auch den allgemein sinkenden Gehältern von Pflegefachkräften in allen Bereichen des Gesundheits- und Sozialsystems, fordert der Deutsche Pflegerat – Bundesarbeitsgemeinschaft der Pflege und des Hebammenwesens (DPR) e.V. klare Signale für eine bessere Vergütung. „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass hoch qualifizierte Pflegefachkräfte seit Jahren de facto sinkende Einkommen haben, da die Preissteigerung die Gehaltsanpassungen übersteigt“, so Marie-Luise Müller, Präsidentin des DPR. Losgelöst von der Debatte um Mindestlöhne, die sich auf ungelernte und gering qualifizierte Pflegekräfte bezieht, sei es an der Zeit, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, die durch ihr Wirken die Betriebe leistungsfähig und am Laufen halten, entsprechend gut zu bezahlen.

„Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Kostenträger und Arbeitgeber die Budgetprobleme überwiegend durch Einsparungen beim Pflegepersonal lösen wollen,“ so Müller weiter. Die Arbeitsbelastung der Pflegenden ist enorm gestiegen. Pflegefachkräfte versorgen immer mehr und zunehmend stärker pflegebedürftige Menschen in immer kürzerer Zeit. Gleichzeitig werden die Stellenschlüssel reduziert. Der Leistungsdruck steigt ständig und es sollen Aufgaben aus anderen Bereichen zusätzlich übernommen werden. Dies sind Bedingungen, die die einzelnen Pflegenden überfordern, die sie krank machen. Zunehmend ist die menschenwürdige und sichere Versorgung von Patient/innen und Bewohner/innen nicht mehr zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang unterstützt der DPR die Kampagne „Uns reicht’s!“.

Hinzu kommt, dass durch die demographische Entwicklung zukünftig weniger junge Berufseinsteiger zur Verfügung stehen. Nur wenn sich Pflege als hoch qualifizierte, anerkannte und entsprechend vergütete Berufsoption mit Karriere- und Entwicklungschancen anbietet, können ausreichend Interessent/innen gefunden werden. Zur Attraktivitätssteigerung gehört auch, die Erstausbildung als Hochschulstudium einzuführen.

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Deutscher Pflegerat (DPR)
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