Fachinformationen

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu wichtigen Themen zur Pflege:

 

Leben mit Demenz. Herausforderungen und Angebote im Alltag.

 

  • Eine Orientierungshilfe für Angehörige

Das Leben mit Demenz stellt für Betroffene und Angehörige eine große Herausforderung dar. Doch es gibt auch zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten, die den Alltag erleichtern. Der DPR hat einen kurzen, praxisorientierten Überblick zu diesem Thema zusammengestellt, der sich an Angehörige richtet.

Den Überblick finden Sie hier zum Download

 

Forschung zu komplexen Interventionen in der Pflege- und Hebammenwissenschaft und in den Wissenschaften der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie

 

  • Ein forschungsmethodischer Leitfaden zur Ermittlung, Evaluation und Implementation evidenzbasierter Innovationen Version 2, März 2016

Gesundheitsfachberufe unterstützen ihre Klientel mit gezielten Maßnahmen, um Gesundheitsprobleme zu lösen oder zu vermeiden. Eine Pflegefachkraft aus dem Pflegestützpunkt berät die Tochter einer kürzlich gestürzten Frau über ambulante Pflegedienste und weitere Hilfsangebote in der Region, um die häusliche Versorgung der Mutter zu sichern. Bei solchen Beratungs- und Behandlungsmaßnahmen sind Innovationen erforderlich, wenn neue Versorgungsprobleme aufkommen oder neue Forschungserkenntnisse gewonnen werden. Der Weg von ersten Forschungserkenntnissen zur dauerhaften Anwendung neuer Maßnahmen in der Routineversorgung ist jedoch ein langwieriger Prozess mit manchen Hindernissen. Der vorliegende Leitfaden soll dazu beitragen, diese Hindernisse zu überwinden.

Den Leitfaden finden Sie hier zum Download

 

Die Versorgung von Flüchtlingen

 

  • Die Versorgung von Flüchtlingen beschäftigt viele Akteure und Institutionen des Gesundheitswesens.

Dabei gibt es einige Herausforderungen zu bewältigen, die sich sowohl auf die Bereitstellung entsprechender Angebote als auch auf die Finanzierung erbrachter Leistungen beziehen. Das Universitätsklinikum Essen hat eine Übersicht zur stationären und ambulanten Behandlung von Asylbewerbern zusammengestellt, die Sie unter folgendem Link abrufen können.

Der Deutsche Hebammen Verband (DHV) stellt auf seiner Internetseite viele hilfreiche Informationen zur Betreuung schwangerer Flüchtlingsfrauen zur Verfügung.

 

Studie zum Pflegepersonalmangel im Krankenhaus

 

  • Unterbesetzung und Personalmehrbedarf im Pflegedienst der allgemeinen Krankenhäuser. Eine Schätzung auf Grundlage verfügbarer Daten, Michael Simon, Hannover, August 2015

Im Pflegedienst deutscher Krankenhäuser wurden zwischen 1997 und 2007 fast 50.000 Stellen abgebaut. Die trotz steigender Leistungsanforderungen sinkende Personalbesetzung hat zu einer zunehmenden Arbeitsbelastung und in weiten Teilen des Pflegedienstes bereits zu einer chronischen Arbeitsüberlastung geführt. Unterbesetzung und Arbeitsüberlastung im Pflegedienst der Krankenhäuser gefährdet nicht nur die Gesundheit der Pflegekräfte, sondern stellt vor allem eine Gefährdung der Patientengesundheit dar. Es besteht somit weiterhin dringender Handlungsbedarf. Geht man von einer Erhöhung des Personalbedarfs aufgrund gestiegener Leistungsanforderungen im Zeitraum 1993 bis 2013 in Höhe von ca. 25 % aus, so folgt daraus, dass der Pflegedienst der Normalstationen allgemeiner Krankenhäuser gegenwärtig um mehr als 100.000 Vollkräfte unterbesetzt ist.

Die Studie von Herrn Simon finden Sie hier zum Download

 

Pflege und DRG

 

  • Pflegebedarfsfaktoren zur Abbildung der Pflege im DRG-System

Bei der Weiterentwicklung des G-DRG-System sind mit systemimmanenten Ansätzen Verbesserungen für die Pflege möglich. Eine Lösung wird zeitnah benötigt. Aus Sicht des Deutschen Pflegerates sind hierfür systemkonforme Lösungen zu bevorzugen. Die Integration von „Pflegebedarfsfaktoren“ innerhalb der Fallpauschalen stellen einen geeigneten Ansatz dar, da diese an bestehende Abbildungsmöglichkeiten im DRG-System anknüpfen. Sie ermöglichen im Einklang mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff die Einbeziehung des Patientenzustandes, aus dem sich der Grad der Hilfestellung ergibt.

Lesen Sie hierzu die Handlungsempfehlungen des DPR zur Abbildung des Pflegebedarfs in den DRGs.

Lesen Sie hierzu auch ein Interview mit Dr. Patrick Jahn, Mitglied der DPR-Fachkommission DRG, den Artikel „(R)Evolution im System“ und zwei Pressemeldungen des DPR.

PM 21.08.2015 Expertenbeirat zur Weiterentwicklung des bestehenden DRG-Systems wird ausgebaut, zum Download hier

PM 25.08.2015 Pflegebedarfsfaktoren bilden die pflegerischen Leistungen im DRG-System besser ab, zum Download hier

 

Assistierter Suizid und Tötung auf Verlangen

 

  • Soll schwerkranken Menschen die Tötung auf Verlangen erleichtert werden?

Diese Frage diskutieren europäische Länder unterschiedlich: Die Niederlande und Belgien erleichterten die Tötung auf Verlangen. In Deutschland führte die Diskussion 2012 zu einer Gesetzesinitiative, die das Ziel verfolgte, die „gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung“ unter Strafe zu stellen und die „persönliche“ Hilfestellung zu erlauben.

Der DPR erstellte ein Grundsatzpapier zur dieser Thematik, das Ihnen hier zum Download zur Verfügung steht

 

Entbürokratisierung der Pflegedokumentation

 

  • Der DPR unterstützt die praktische Anwendung des Strukturmodells Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation in der ambulanten und stationären Langzeitpflege

Der DPR hat die Entwicklung des Strukturmodells zur Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation in der ambulanten und der stationären Langzeitpflege von Beginn an begleitet und unterstützt. In diesem Zusammenhang erreichten uns viele Anfragen von Befürwortern und Kritikern, die zu einer vertieften inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema geführt haben. Die Einschätzungen, zu denen der DPR dabei gekommen ist, finden Sie hier zum Download.

 

Akademisierung

 

  • Arbeitsfelder akademisch ausgebildeter Pflegefachpersonen

Im Zuge der Umsetzung des Bologna-Prozesses haben sich zahlreiche Pflegestudiengänge etabliert, die Pflegeausbildung und -studium integrieren oder kombinieren. Damit ermöglichen sie  den Erwerb eines Berufsabschlusses nach den Ausbildungsgesetzen der Pflegeberufe und einen berufsbezogenen Bachelor-Abschluss.

Es wird in der politischen Arbeit zunehmend wichtig zu klären, welche beruflichen Perspektiven Absolventen dieser Studiengänge haben. Der DPR und die DGP haben deshalb beschlossen, Empfehlungen zu formulieren, wie in der Verantwortung von Unternehmensleitungen zügig geeignete Transferstrukturen auf der betrieblichen Ebene implementiert werden Können. Solche Strukturen treibt die Umsetzung pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse in die pflegerische Handlungspraxis auf der Betriebsebene voran und tragen dazu bei die Qualität der Versorgungsprozesse im Interesse der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen zu verbessern.

Die Empfehlungen finden Sie hier zum Download.

 

Delegation und Substitution

 

  • Muster für ein Modell gem. § 63 (3c) SGB V zum Bereich chronische Wunden

Von der Verabschiedung der gesetzlichen Grundlagen für Modelle zur Übertragung ärztlicher Tätigkeiten zur selbständigen Ausübung der Heilkunde (Pflegeweiterentwicklungsgesetz, 2008) bis zum Inkrafttreten
der Richtlinie 2012 hat es fast vier Jahre gedauert.

Seither gibt es zunehmend Interesse an Modellen, aber noch kein einziges konkretes Modell. Mit der Entwicklung eines Mustermodells und Modellanforderungen an die Qualifizierung (orientiert an den derzeitigen Vorgaben des Gesetzes) wollen die o.g. Organisationen einen Beitrag zu einer qualifizierten Diskussion über Potenziale und Strukturierung von Modellen leisten.

Die Zuschnitte und Anforderungen sind spätestens nach der Modellevaluation anzupassen. Das Muster für ein Modell gem. § 63 (3c) SGB V zum Bereich Chronische Wunden finden Sie hier zum Download.

 

Qualität der Pflege

 

  • Gemeinsames Konzept für die künftige Qualitätsberichterstattung in der stationären Pflege

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben aus dem gemeinsamen Projekt “Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe” Ergebnisse zur Qualitätsberichterstattung vorgelegt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und der Deutsche Pflegerat e.V. setzen sich für eine zügige Umsetzung der Projektergebnisse ein und suchen den konstruktiven Dialog mit den Partnern der Selbstverwaltung.

Das auf dieser Grundlage erarbeitete Konzept der BAGFW für eine zukünftige Qualitätsberichterstattung wurde der Fachöffentlichkeit im Rahmen des Hauptstadtkongresses 2011 vorgestellt. Es eröffnet die Chance, Berichte auf pflegewissenschaftlich begründete Indikatoren zu stützen und den Verbrauchern verlässliche Informationen über die Ergebnisqualität der Pflege und Betreuung zu geben. Nachfolgend müssen konkrete Schritte erarbeitet werden, um eine flächendeckende Umsetzung zu ermöglichen.

DPR und BAGFW haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, diese Konkretisierung zu erarbeiten und konstruktiv in den politischen Diskurs einzubringen. Hier finden Sie ein Schaubild zu den Umsetzungsschritten sowie Erläuterungen.

 

Berufsrecht 

 

  • Memorandum zur Pflegebildung

Hier finden Sie das Memorandum des Deutschen Pflegerates zur Pflegebildung, in dem der DPR die Politik auffordert, eine grundlegende Reform von Alten- und Krankenpflegegesetz vorzunehmen und in die Pflegebildung zu investieren.

 

  • Gutachten zur öffentlich-rechtlichen Stellung der Pflegeberufe ("Igl-Gutachten")
Die öffentlich-rechtliche Stellung der Pflegeberufe entspricht nicht ihrer tatsächlichen Stellung im Gesundheits- und Pflegewesen. Erst das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz von 2008 sieht Modellvorhaben vor, in denen Angehörige der Pflegeberufe als eigenständige Leistungserbringer auftreten können. In dem Buch "Weitere öffentlich-rechtliche Regulierung der Pflegeberufe und ihrer Tätigkeit - Voraussetzungen und Anforderungen", einem Gutachten von Prof. Dr. Gerhard Igl für den Deutschen Pflegerat e.V., werden die rechtlichen und verfassungsrechtlichen Möglichkeiten ausgelotet, um die öffentlich-rechtliche Stellung der Pflegeberufe zu verbessern. Der Autor zeigt, dass den Anliegen der Pflegeberufe keine rechtlichen Hindernisse entgegenstehen.

Das Buch "Weitere öffentlich-rechtliche Regulierung der Pflegeberufe und ihrer Tätigkeit - Voraussetzungen und Anforderungen" kann unter m.ernst@deutscher-pflegerat.de bestellt werden. Der Preis beträgt 38,00 EUR inkl. Versandkosten.
 
 
  • Pflegekammern
             Gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden fordern wir die Politik auf, den Weg frei zu machen für die Gründung
             von Pflegekammern. Hier finden Sie unser Positionspapier zum Download.