Pressemitteilung vom 15.04.2015

zurück zur Übersicht

Berlin will die Pflegekammer

Westerfellhaus: „Die Berliner Befragung für eine Pflegekammer hat mit 58,8 Prozent Zustimmung ein Signal für ganz Deutschland gesetzt“

„Der Deutsche Pflegerat begrüßt außerordentlich die Zustimmung der befragten Pflegefachperson zur Gründung einer Pflegekammer in Berlin. Mit 58,8 % Befürwortern und lediglich 17,1 Prozent der Stimmen gegen die Pflegekammer haben wir ein deutliches Ergebnis, welches zeigt: Berlin will die Pflegekammer“, freut sich Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), heute in Berlin.

„Das ist eine eindeutige Botschaft und ein eindeutiger Auftrag an die Politik, die Gründung einer Berliner Pflegekammer voranzutreiben“, sagt Westerfellhaus weiter. „Der Deutsche Pflegerat ist bereit, den jetzt notwendigen politischen Dialog gemeinsam zu führen und wird alles daran setzen, dass die Berliner Pflegekammer zügig kommt. Mehr als je zuvor ist die Zeit reif für eine Pflegekammer, die die Interessen der Pflegefachpersonen professionell vertritt“, macht der Präsident des Deutschen Pflegerats deutlich.

Erfreut zeigt sich Westerfellhaus auch von der hohen Zustimmung der „jungen Pflegenden“. Mit fast 70 % Zustimmung für die Kammer haben diese sich nachdrücklich für mehr Mitspracherechte in ihrer Berufsgruppe ausgesprochen. „Das ist beeindruckend und zeigt eine klare Positionierung.“

„Wir werden das Thema Pflegekammer auch über die Grenzen Berlins hinaus wach halten“, verspricht Westerfellhaus.

Die repräsentative Studie zur „Akzeptanz einer Pflegekammer“ wurde von der Alice Salomon Hochschule Berlin durchgeführt. Initiiert wurde die Studie von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Zwischen November 2014 und März 2015 wurden insgesamt 1.196 Menschen in den relevanten Berufsgruppen in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und der Altenpflege befragt.

Ansprechpartner:
Andreas Westerfellhaus
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V.  (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de


Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Andreas Westerfellhaus, Vize-Präsident ist Franz Wagner, Vize-Präsidentin ist Andrea Lemke.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

zurück zur Übersicht