Pressemitteilung vom 27.01.2017

zurück zur Übersicht

„Zu attraktiven Arbeitsbedingungen gehört auch mehr Pflegepersonal“

Deutscher Pflegerat unterstützt Initiative des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung

„Der Deutsche Pflegerat unterstützt die Initiative des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung für attraktivere Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals voll und ganz“, betonte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), heute in Berlin. „Herr Staatssekretär Karl-Josef Laumann greift dabei mit den Themen ´flächendeckend faire Löhne, weniger unfreiwillige Teilzeitbeschäftigungen und Entbürokratisierung der Pflegedokumentation´ wichtige Punkte auf.“

Westerfellhaus weiter: „Entscheidend für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die professionell Pflegenden ist es jedoch auch, dass ´Mehr Kolleginnen und Kollegen“ da sind. Eine Verbesserung der Personalausstattung in den Pflegeeinrichtungen ist dringend geboten. Der seit dem 1. Januar 2017 geltende neue Pflegebedürftigkeitsbegriff sorgt für höhere Leistungsansprüche der Pflegebedürftigen. Leistbar sind diese nur mit deutlich mehr Personal.

Als Deutscher Pflegerat hätten wir uns gewünscht, dass der Gesetzgeber in den letzten Jahren auf die Personalfrage ein stärkeres Augenmerk gelegt hätte. Das für das Jahr 2020 geplante, recht unverbindliche Personalbemessungssystem kommt eindeutig zu spät. Die stationären Pflegeeinrichtungen benötigen schnellstmöglich einen einheitlichen Personalschlüssel, der auch finanziell abgesichert ist.

Die Schaffung bestmöglicher Arbeitsbedingungen in der Pflege ist eine entscheidende Zukunftsaufgabe. Der Deutsche Pflegerat fordert daher ein auf Bundesebene angesiedeltes, umfassendes Forschungsvorhaben zur zentralen Frage ´Wie sieht angesichts knapper Personalkapazitäten die Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation der Pflege in der Zukunft aus?´. Diese Frage gilt es, angesiedelt beim Pflegebevollmächtigten, schnell und umfassend zu lösen. Das hervorragend funktionierende Projekt zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation kann hier Vorbild sein.“

Zum Hintergrund:
Staatssekretär Karl-Josef Laumann ermutigt die Pflegeeinrichtungen, attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte zu schaffen. In einem aktuellen Schreiben an alle rund 27.000 ambulanten und stationären Einrichtungen zeigt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Chancen auf, wie die Einrichtungen die aktuellen Pflegereformen des Gesetzgebers nutzen können, um die Rahmenbedingungen für die professionell Pflegenden zu verbessern.
 
Ansprechpartner:
Andreas Westerfellhaus
Präsident des Deutschen Pflegerats
 
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
 
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
 
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de
 

 
Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
 
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
 
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Andreas Westerfellhaus, Vize-Präsident ist Franz Wagner, Vize-Präsidentin ist Andrea Lemke.
 
Mitgliedsverbände:
 
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

zurück zur Übersicht