Pressemitteilung vom 22.08.2013

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„Bundestagswahl ist Pflegewahl“: Deutscher Pflegerat e.V. publiziert Positionen der Parteien zur Pflege

Bessere Ausbildung, bessere Arbeitsbedingungen,  bessere Entlohnung - das fordern beruflich Pflegende von den Verantwortlichen der Politik. Seit Mai 2013 haben Tausende Pflegende die Kampagne „Ich will Pflege!“ des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR) unterstützt und dafür gesorgt, dass ihre Forderungen die breite Öffentlichkeit und damit die Politik erreichen. Mittlerweile haben alle angefragten Parteien zu den „Wahlprüfsteinen“ der Kampagne Stellung genommen und sich mit den Forderungen zum Teil intensiv auseinandergesetzt. „1,2 Millionen Pflegende sind auch 1,2 Millionen Wählerinnen und Wähler“, sagt Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates und Initiator der Kampagne. „Pflegende in Deutschland können sich jetzt über die Positionen der Parteien informieren und bei der Wahl dafür sorgen, dass Pflege in der Politik zu einem bestimmenden Thema wird.“  

Der Deutsche Pflegerat fordert u.a. die gesetzliche Festlegung von verbindlichen Personalbemessungsstandards für die Pflege, eine adäquate Vergütung der pflegerischen Tätigkeit sowie eine verbesserte und modernisierte Pflegeausbildung. „Nur mit einer umfassenden Neuordnung der Pflege kann erreicht werden, dass der Pflege-Beruf für junge Menschen wieder attraktiver wird und für Berufsangehörige akzeptierbar bleibt“, sagt Franz Wagner, Vize-Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. und Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Und genau das brauchen wir, um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken.“

Dass einige Parteien im Rahmen des Wahlkampfes umfassende Pflegereformen versprechen, reicht dem Deutschen Pflegerat als Zusicherung nicht aus. „Wahlversprechen gab es schon vor anderen Bundestagswahlen, ohne dass danach etwas wirklich Substantielles für die Pflege geschehen ist“, sagt Westerfellhaus. „Deshalb werden wir auch nach der Wahl Mittel und Wege finden, um die Verantwortlichen öffentlichkeitswirksam an ihre Versprechungen zu erinnern.“

 Die Positionen der Parteien zur Pflege können auf der Website der Kampagne nachgelesen werden.

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