Pressemitteilung vom 13.03.2019

zurück zu den Pressemitteilungen

Prof. Dr. Edith Kellnhauser mit dem Deutschen Pflegepreis 2019 ausgezeichnet

Franz Wagner: „Edith Kellnhauser hat für die Pflegekammern den Weg bereitet. Ihr Verdienst für die Professionalisierung der Pflegenden ist von enormer Bedeutung"

Der Deutsche Pflegepreis 2019 des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR) wurde heute (13. März 2019) im Rahmen einer Gala am Vorabend des 6. Deutschen Pflegetags (14. bis 16. März 2019) in Berlin verliehen. Der Deutsche Pflegepreis wird seit 1999 an Persönlichkeiten oder Institutionen vergeben, die sich durch ihr Wirken um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben.

Der Preis ehrt ihre Arbeit und ist die höchste nationale Auszeichnung in der Pflege. Er setzt wichtige Akzente und würdigt Meilensteine zur Bewältigung der Herausforderungen in der Pflege und im Hebammenwesen. Denn die Preisträger sind es, die mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz, zusammen mit hunderttausenden professionell Pflegenden, wesentlich für eine bessere Pflege in unserem Land beitragen. Sie geben der Pflege eine starke Stimme.

Im Besonderen gilt dies für die diesjährige Preisträgerin.

„Prof. Dr. Edith Kellnhauser, emeritierte Professorin der Katholischen Hochschule in Mainz, ist die Pionierin der Pflegekammern in Deutschland. Mit ihrer Promotionsschrift zum Thema ´Pflegekammer´ hat sie den Weg für diese bereitet. Ihr Verdienst für die Professionalisierung der Pflegenden ist von enormer Bedeutung. Ich freue mich sehr, sie im Namen des Deutschen Pflegerats mit dem Deutschen Pflegepreises 2019 auszeichnen zu dürfen", freute sich Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, bei der Übergabe des Preises.

„Für Edith Kellnhauser ist es von größter Bedeutung, dass die Pflegeberufe eine höhere Anerkennung und Wertschätzung für ihre wertvolle Arbeit erfahren. Dass dies so ist und die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind, dafür setzt sich Edith Kellnhauser ihr ganzes Berufsleben ein. Dafür erhebt sie kraftvoll und verbunden mit einem enormen, vor allem auch internationalen Wissensschatz, nach wie vor ihre Stimme und damit hat sie Erfolg. Das zeichnet sie als Frau für die Pflege aus."

Edith Kellnhauser absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete als Pflegende und im Pflegemanagement in Deutschland, Großbritannien, Ägypten und in den Vereinigten Staaten. An der Florida International University erlangte sie den Bachelor of Arts in Philosophie und den Master of Science in Pädagogik. Danach arbeitete sie am Deutschen Krankenhausinstitut in Düsseldorf.

1992 wurde sie als Professorin für Pflegemanagement und Pflegepädagogik an die Katholische Hochschule Mainz berufen. 1993 hat sie an der Universität Osnabrück mit der Arbeit ´Krankenpflegekammern und Professionalisierung der Pflege. Ein internationaler Vergleich mit Prüfung der Übertragbarkeit auf die Bundesrepublik Deutschland´ zum Dr. phil. promoviert.

Edith Kellnhauser ist Mitglied in der Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz und hat im Jahr 2017 für ihre Verdienste das Bundesverdienstkreuz erhalten. „Der Deutsche Pflegerat freut sich, sie heute für ihre Arbeit und für ihren enormen Einsatz für die Pflegeberufe zu würdigen."

Die Laudatio auf Prof. Dr. Edith Kellnhauser hielt der letztjährige Preisträger des Deutschen Pflegepreises, Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Den Preis für Frau Prof. Dr. Kellnhauser nahm stellvertretend Ulrike Schleich, Leiterin des Stauferklinikums Schwäbisch Gmünd, entgegen.

Übergeben wurde der Deutsche Pflegepreis 2019 zusammen mit dem Freundespreis der Pflege, verliehen von der Schlüterschen Mediengruppe, dem Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe, dem BGW Nachwuchspreis sowie dem Preis „Botschafter der Pflege", verliehen von der BVUK. In der Kategorie „Praxis", in den letzten Jahren ausgelobt von HARTMANN, wurde in diesem Jahr kein Preis verliehen. Bis Ende Dezember 2019 können sich Einrichtungen aus dem stationären und ambulanten Bereich mit einer Idee zur langfristigen Bekämpfung des Personalengpasses in der Pflege bewerben.

Bitte beachten Sie zum Thema auch die Presseinformation „Deutscher Pflegepreis – Eine Auszeichnung für die Pflege" des Pressebüros des Deutschen Pflegetags (mit allen Preisträger/innen). Diese und weitere Infos zur Vergabe des Deutschen Pflegepreises finden Sie unter www.deutscher-pflegepreis.de.

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

zurück zu den Pressemitteilungen