Pressemitteilung vom 25.03.2019

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Gemeinsames Personalbemessungssystem für den Krankenhausbereich

DPR ist zuversichtlich, gemeinsam mit der DKG hierzu die Grundlagen zu schaffen

„Die professionell Pflegenden in Deutschlands Krankenhäusern brauchen klare und verlässliche Aussagen, was die Personalbemessung in der Pflege angeht. Zugleich muss das Vertrauen, dass tatsächlich eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen gewollt ist, wiederhergestellt werden.

Der Deutsche Pflegerat ist zuversichtlich, dass wir ein so verstandenes Personalbemessungssystem gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft schaffen", machte Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), heute in Berlin deutlich.

Wagner kommt dabei auf den Beschluss des Vorstandes der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zurück. Die DKG will in einem Schulterschluss mit dem Deutschen Pflegerat und Gewerkschaften ein Personalbemessungsinstrument für den Krankenhausbereich entwickeln.

Die DKG geht dabei richtigerweise vom Pflegebedarf für das gesamte Krankenhaus (Ganzhausansatz) aus, bei Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausgangslagen der Häuser. Richtig ist auch, dass das Personalbemessungssystem in seiner Anwendung flexibel ist, einen angemessenen Qualifikationsmix berücksichtigt und vollständig refinanziert werden muss.

Wie ein so verstandenes Personalbemessungsinstrument (PPBI) aussehen kann, hat eine Expertengruppe des Deutschen Pflegerats aktuell vorgeschlagen. Als Orientierungsrahmen für das PPBI des DPR dienen die international verbreiteten Verfahren, die aus einem Scoring (u. a. pflegerische und medizinische Leistungen, Patientenfähigkeiten) eine Ableitung von Zeitwerten zur Personalbindung bzw. Vorgaben von Pflegepersonal-Patientenverhältnissen ermöglichen. Statt einer aufwendigen Einzelleistungsdokumentation sind lediglich die zentralen, den Pflegeaufwand bestimmenden Indikatoren zu erheben, was den bürokratischen Aufwand gering hält.

„Das fundierte Modell des Deutschen Pflegerats kann eine wesentliche Grundlage für die gemeinsame Arbeit mit der DKG für ein neues Personalbemessungsinstrument im Krankenhausbereich sein", zeigte sich Wagner zuversichtlich.

Ansprechpartner:
Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:

Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 

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