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Aktuelle Pressemeldung vom 14.06.2018

Bundeskabinett verabschiedet Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe

Deutscher Pflegerat: Umsetzung des Pflegeberufegesetzes kommt voran – Änderungen degradieren jedoch die Altenpflege

Das Bundeskabinett hat sich am 13. Juni 2018 mit der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zum Pflegeberufegesetz befasst. Hierzu erklärt Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR):

„Das Bundeskabinett hat mit der Verabschiedung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung einen wichtigen und drängenden nächsten Schritt zur Umsetzung des Pflegeberufegesetzes gemacht. Einige der Verbesserungsvorschläge des Deutschen Pflegerats wurden dabei aufgegriffen.

Höchst bedenklich bis fragwürdig sind jedoch Änderungen bei den Kompetenzen insbesondere für den gesonderten Abschluss zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger. Damit wird die Altenpflege zum Assistenzberuf degradiert. Das ist weder ein Beitrag für eine adäquate Versorgung pflegebedürftiger Menschen noch führt dies zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes.

Im Bemühen um eine Niveauabsenkung der Ausbildung wurden auch fachlich falsche und teilweise absurde Änderungen vorgenommen. Das gilt zum Beispiel für die Ersetzung von ‚Pflegediagnosen' durch ‚Verwenden pflegediagnostischer Begriffe' oder ‚Evaluation' durch ‚Bewerten'. Beides negiert den international eindeutig definierten Pflegeprozess und wirft uns inhaltlich in die 80er Jahre zurück. Das widerspricht jedem Anspruch an kompetente Pflegefachpersonen und wird den komplexen Versorgungserfordernissen der Menschen nicht gerecht.

Der berechtigte Anspruch der Bevölkerung bestmöglich und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen versorgt zu werden, wird hier vom Gesetzgeber nicht umgesetzt. Das Ziel des Pflegeberufegesetzes, die Pflege auf ein zeitgemäßes Niveau weiterzuentwickeln, wird damit fahrlässig gefährdet."

Die Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages findet am 25. Juni 2018 statt. Die Verabschiedung im Bundesrat ist für den 21. September 2018 geplant.

Ansprechpartner: Franz Wagner Präsident des Deutschen Pflegerats Deutscher Pflegerat e.V. (DPR) Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen Alt-Moabit 91, 10559 Berlin Telefon: (0 30) 398 77 303 Telefax: (0 30) 398 77 304 E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR): Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.

Präsident des Deutschen Pflegerats ist Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände: Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP); Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).

 


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