Expertenbeirat zur Weiterentwicklung des bestehenden DRG-Systems und zur Personalbemessung in Krankenhäusern

Die Weiterentwicklung der Instrumente zur Personalbemessung wird seitens des DPR durch einen hochkarätigen Expertenbeirat unterstützt. Hierzu wurde die DPR Fachkommission DRG errichtet, die eng mit dem Präsidium des DPR und seinen Mitgliedsorganisationen zusammenarbeitet.

Für die Arbeit der Fachkommission ist die sachgerechte Personalbemessung zur Sicherstellung einer qualitativ guten Pflege der Patientinnen und Patienten im Krankenhaus von zentraler Bedeutung. Auch die speziellen Belange einzelner Bereiche (z.B. Kinderkrankenpflege) finden besondere Beachtung. Inhaltlich geht es um die Weiterentwicklung der Klassifikation (ICD/OPS) und des DRG-Systems (Kalkulation).

Durch die Anbindung an den DPR und seine Mitgliedsorganisationen baut die DPR Fachkommission DRG auf ein hervorragendes Netzwerk auf. Mitglieder der DPR Fachkommission DRG sind Expertinnen und Experten der Pflege und des DRG-Systems aus Wissenschaft und Praxis.

PPR 2.0

Im Rahmen der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) der Bundesregierung haben sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verpflichtet, ein Instrument zur Bemessung des Personalbedarfs im Krankenhaus als Interimslösung zu erarbeiten. Ende Dezember 2019 beendeten die drei Partner diese Aufgabe und präsentierten ihr Arbeitsergebnis im Januar 2020 der Öffentlichkeit.

Sie finden es zum Download hier.

Dr. Patrick Jahn

Universitätsklinikum Halle (Saale)

Dr. Patrick Jahn ist wissenschaftlicher Leiter der Fachkommission.

Andrea Lemke

Evangelisches Waldkrankenhauses Spandau

Andrea Lemke leitet die Fachkommission

Weitere Mitglieder sind:

  • Judith Babapirali, Leitung Arbeitsbereich Pflegefinanzierung Universitätsklinikum Münster
  • Peter Bechtel, Pflegedirektor Universitäts-Herzzentrum Freiburg
  • Madlen Fiebig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin ePA-CC GmbH
  • Stefan Hieber, Berater Deutschland und Mitglied der Geschäftsführung LEP AG
  • Dr. rer. medic. Dirk Hunstein, Geschäftsführer ePA-CC GmbH
  • Birgit Pätzmann-Sietas, Präsidiumsmitglied Deutscher Pflegerat
  • Sebastian Wolf, Pflegecontrollling, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
  • Pia Zurmühlen, Pflegedirektorin Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln

Expertenbeirat zur Begleitung der Verbesserung der Rahmenbedingungen pflegerischen Arbeitens in der Langzeitpflege

Bei steigenden fachlichen, physischen und psychischen Anforderungen an die pflegerische Leistungserbringung in der Langzeitpflege hat sich die Personalsituation und damit die Pflege- und Versorgungssituation in den letzten Jahren stetig verschlechtert, u. a. durch unzureichende Stellenausstattungen, Qualifikationsmix und eine zum Teil völlig unzureichende Vergütung der Pflegefachpersonen.

Die Stellenschlüssel, die weder fachlichen noch wissenschaftlich begründeten Kriterien folgen, sind lediglich Bestandteil der Landesrahmenverträge zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern. Sie unterscheiden sich in den verschiedenen Bundesländern z.T. deutlich. Die vielerorts unzureichende Vergütung der Pflegefachpersonen war vor allem das Ergebnis der Vergütungsverhandlungen, in denen das Einhalten der gedeckelten Pflegesätze im Fokus der Kostenträger lag. Nachdem Tarifverträge inzwischen durch die Kostenträger anzuerkennen sind, gehen dadurch bedingte Pflegekostensteigerungen allein zu Lasten der Pflegebedürftigen – eine nicht zu tolerierende Folge.

Aus Sicht des Deutschen Pflegerates ist zur Sicherstellung der quantitativ erforderlichen und qualitativ guten Langzeitpflege hier dringend Abhilfe zu schaffen. Die errichtete Fachkommission Langzeitpflege unterstützt als Expertengremium den DPR in der Mitwirkung an den dazu politisch erforderlichen Schritten.

Erster Schwerpunkt ist die bundesweite Einführung des entwickelten und erprobten wissenschaftlich fundierten Verfahrens zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen nach qualitativen und quantitativen Maßstäben gemäß § 113c SGB XI (PeBeM), die Mitte 2020 beginnen soll.

Ergänzend dazu ist das Hinwirken auf eine angemessene Vergütung der Pflegefachpersonen, ohne dass Vergütungssteigerungen zu Lasten der Leistungsempfänger gehen. Die Fachkommission Langzeitpflege unterstützt den DPR, auf die deshalb erforderlichen Änderungen der Sozialgesetzbücher (V und XI) hinzuwirken und aktiv daran mitzuwirken.

Die Mitglieder der Fachkommission Langzeitpflege verfügen über langjährige Praxiserfahrungen. Sie sind im beruflichen Umfeld sowie im DPR und seinen Mitgliedsverbänden gut vernetzt.

AG Hauswirtschaft der Fachkommission Langzeitpflege

Im Rahmen der von der Bundesregierung initiierten Konzertierten Aktion Pflege (KAP) soll mit Blick auf die Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf eine genaue Differenzierung der Aufgaben von Pflegefachpersonen und Hauswirtschaftsfachkräften vorgenommen werden. Ziel dabei ist, Möglichkeiten zu erarbeiten, wie hauswirtschaftliche Fachkräfte zukünftig stärker in die Versorgung von zu Pflegenden involviert und dadurch Pflegende entlastet werden können.

In Vorbereitung auf einen dazu vorgesehenen Workshop zusammen mit den Sozialpartnern im Bundesministerium für Gesundheit haben der Deutsche Pflegerat (DPR) und der Deutsche Hauswirtschaftsrat (DHWiR) einen ersten Überblick zu Leistungen der Pflege und Hauswirtschaft als Diskussionsgrundlage erstellt. Die Ergebnisse finden Sie hier zum Download: Positionspapier, Broschüre und Poster.

Die Mitglieder der AG Hauswirtschaft sind Monika Böttjer, Martina Feulner und Peter Hammer vom DHWiR sowie Annemarie Fajardo vom DPR.

Die Mitglieder der Fachkomission Langzeitpflege sind:

  • Annemarie Fajardo, Dipl.-Pflegewirtin (FH) und Wirtschaftspsychologin (M. Sc.), Beraterin bei CURACON, Stellvertretende Vorsitzende Bundesverband Pflegemanagement
  • Ulrike Döring, Dipl. Pflegewirtin, Vorsitzende Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland e. V. (ADS)
  • Klaus Harsing, Dipl. Pflegewirt, Pflegedirektor Diakonie-Krankenhaus Elbingerode, Stv. Vorsitzender Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland e. V. (ADS)
  • Rolf Höfert, Lehrer für Pflegeberufe, Geschäftsführer Deutscher Pflegeverband, Präsidiumsmitglied DPR, Vorsitzender des Paritätischen Thüringen
  • Martina Röder, Vorsitzende des Deutschen Pflegeverbandes, Geschäftsführerin und Heimleitung der Neanderklinik Harzwald GmbH

Die Fachkommission Digitalisierung des Deutschen Pflegerats

Zielsetzung des Expertengremiums

Die Informationstechnologie und die digitale Transformation sind heute im pflegerischen Alltag allgegenwärtig. Dabei spielt die Vernetzung der Gesundheitsfachberufe und ihrer Institutionen eine zentrale Rolle. Die Umsetzung der Vernetzung in der alltäglichen Versorgungspraxisstellt Pflegende vor große Herausforderungen, denn viele Aspekte müssen dabei bedacht und einbezogen werden: die Finanzierung, die notwendige Interoperabilität bis hin zur Anpassung von Curricula in Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Pflegende, Patientinnen und Patienten sowie Angehörige können von der Informationstechnologie profitieren, wenn sie sich an den Arbeitsprozessen orientiert. Entsprechend müssen sich die professionelle Pflege und ihre Vertreter/innen einbringen, um den Akteuren des Gesundheitswesens und der Politik den notwendigen pflegefachlichen Hintergrund zu liefern, damit eine sinnvolle Strategie entwickelt und umgesetzt werden kann. Dazu berät das Expertengremium den DPR. Die inhaltliche Arbeit findet im Rahmen von Präsenzsitzungen und Telefonkonferenzen statt.

Schwerpunktthemen

Gemeinsam mit den relevanten Akteuren Entwicklung einer digitalen Agenda, um Pflegeeinrichtungen und weitere Dienste in die Telematikinfrastruktur einzubinden. Zur Umsetzung dieser Strategie empfiehlt der DPR die Einrichtung eines Kompetenzzentrums digitale Pflege, das die Prozesse federführend realisiert, die unterschiedlichen Akteure einbezieht und sich für die Umsetzung einsetzt.

Das Positionspapier des Expertengremiums finden Sie zum Download hier.

Verbändebündnis Digitalisierung in der Pflege

Um die Digitalisierung in der Pflege deutschlandweit voranzubringen, hat sich der DPR 2020 mit fünf Verbänden (2021: sechs Verbänden) aus dem Gesundheits- und Sozialwesen zusammengeschlossen. Übergeordnete Forderung ist ein nationaler Strategieplan zur Digitalisierung in der Pflege.

Das Positionspapier des Bündnisses finden Sie zum Download hier.

Irene Maier:

Vize-Präsidentin Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Frau Irene Maier ist Vorsitzende des Expertengremiums Digitalisierung.

Die Mitglieder der Fachkomission Digitalisierung sind:

  • Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Pflegemanagement
  • Uwe Borchers, Geschäftsführer Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL
  • Rupert Brenninger, 1. Vorsitzender Katholischer Pflegeverband
  • Bernhard Calmer, Head of Business Development Cerner Health Service
  • Prof. Dr. Ursula Hübner, HS Osnabrück, Forschungsgruppe Informatik im Gesundheitswesen
  • Thomas Meißner, Vorstand AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflege-einrichtungen
  • Prof. Dr. Björn Sellemann, FH Münster, Fachbereich Gesundheit, Nutzerorientierte Gesundheits-Telematik, Leiter GMDS-AG Informationsverarbeitung in der Pflege
  • Peter Tackenberg, stellv. Geschäftsführer Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe