Kampagne #DeutschlandWelchePflegeWillstDu
Beitrag des Bundesverbandes Geriatrie vom 16.09.2026
25 Verbände und Organisationen. Eine Stimme. Ein Ziel: eine sichere Versorgung.
Heute im Fokus der Kampagne des Deutschen Pflegerats: der Beitrag des Bundesverbandes Geriatrie (BV Geriatrie).
„Pflegebudget: Sparen nur mit Weitblick“
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verursacht durch seine Kürzungen in der geriatrischen Versorgung langfristig höhere Kosten. Eine abgestufte Versorgung – von Akutbehandlung über stationäre Rehabilitation bis zu ambulanten und mobilen Angeboten – kann Pflegebedürftigkeit, Krankenhaus-Wiederaufnahmen und sogenannte Drehtüreffekte vermeiden. Davon profitieren sowohl die Patientinnen und Patienten als auch Kranken- und Pflegeversicherung.
Besonders kritisch ist die pauschale Begrenzung des Pflegebudgets. In der Geriatrie benötigen hochaltrige Menschen eine individuell am Personalbedarf ausgerichtete, aktivierend-therapeutische Pflege, um ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Auch in der Rehabilitation wurden höhere Qualitäts- und Personalanforderungen eingeführt, ohne dass deren Finanzierung ausreichend refinanziert werden kann.
Die Politik muss eine bedarfsgerechte Vergütung entlang der gesamten Versorgungskette sicherstellen. Beitragssatzstabilität darf nicht zulasten von Versorgungsqualität und Kapazitäten gehen.
Die Reform der Pflegeversicherung ist die Chance, Fehlentwicklungen zu korrigieren und sowohl das Gesundheitssystem als auch die Selbstständigkeit der Betroffenen zu stärken.
#DeutschlandWelchePflegeWillstDu?
Ein Beitrag des BV Geriatrie zur Kampagne des Deutschen Pflegerats. Für die Inhalte dieses Beitrags ist der BV Geriatrie verantwortlich.

