Der DPR-Podcast
Pflege hörbar und erlebbar machen: Mit „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ macht der Deutsche Pflegerat deutlich, worauf es ankommt: fundierte Einblicke, klare Positionen und starke Stimmen für die Pflegeprofession. Der Podcast zeigt, warum die Kompetenzen, politische Mitbestimmung und strukturelle Beteiligung der professionell Pflegenden der Schlüssel zur Verbesserung der Versorgung sind.
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Folge 9 - Zwischen Schicht und Stellungnahme: das Ehrenamt im DPR

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Ehrenamt in der Pflege bedeutet oft, nach der Schicht noch eine 210-Seiten-Stellungnahme bis zur Frist zu lesen. Warum Jana Luntz und Kathrina Edenharter es trotzdem mit Leidenschaft tun, erklären sie in dieser Folge.
Jana Luntz, Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats, und Präsidiumsmitglied Kathrina Edenharter sprechen über das politische Ehrenamt in der Pflege. Sie erzählen, wie sie hineingekommen sind, wie das Umfeld reagiert und wie sich Klinikalltag, Pendeln und Verbandsarbeit zusammenbringen lassen. Es geht um das, was die Arbeit im DPR gibt und mit Geld nicht zu bezahlen ist, etwa das ständige Dazulernen und ein Netzwerk, das den Rücken freihält. Und es geht um die Frage, warum die Profession Pflege politisch noch immer zu wenig gehört wird. Zum Schluss ordnen die beiden die aktuellen Vorhaben ein, vom Befugniserweiterungsgesetz über das GKV-Stabilisierungsgesetz bis zum Pflegeneuordnungsgesetz.
Folge 8 - Pflege im Sparzwang: Reformdebatte, Ratsversammlung & Pflegetag

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In der Gesundheitspolitik wird über das Sparen geredet, als ließe sich Versorgung wie ein Kostenposten kürzen. Christine Vogler und Christine Denk vom Deutschen Pflegerat halten dagegen:
Wer beim Sozialstaat die Maßstäbe senkt, sobald die Ressourcen knapp werden, riskiert die Versorgungssicherheit von Millionen pflegebedürftigen Menschen.
In dieser Folge ordnen die beiden die aktuelle Reformdebatte ein, von der Kritik der Wirtschaftsweisen an der pflegerischen Versorgung über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bis zum erwarteten Pflegeneuordnungsgesetz. Sie berichten aus der Ratsversammlung im Mai, bei der erstmals die Pflegekammern und Landespflegeräte vertreten waren und zwei neue Fachkommissionen gegründet wurden: Disaster Nursing und Scope of Practice. Christine Denk erklärt, warum Deutschland bis heute keine Registrierung professionell Pflegender hat und was das in einem Krisenfall bedeutet. Außerdem geht es um die Personalbemessung in der Langzeitpflege, den Deutschen Pflegetag im November mit Frühbucherangebot und Poster-Aktion sowie um Voglers Auftritt im Podcast von Anne Will. Den Abschluss bilden die Zahl der Woche und ein Klartext zum Sozialstaat unter Sparzwang.
Folge 7 - GKV-Stabilisierungsgesetz & Pflege-Neuordnungsgesetz: Wo bleibt die Pflege?

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Die aktuellen Gesetze im Gesundheitswesen kümmern sich vor allem um Finanzen — die Frage, was Menschen in der Versorgung wirklich brauchen, bleibt zu oft außen vor. In der Premiere von „Pflege. Kompakt." ordnen Christine Vogler (Präsidentin DPR) und Christine Denk (Geschäftsführerin DPR) ein, was aus berufspolitischer Sicht gerade auf der Bundesebene passiert. Im Gespräch geht es um das GKV-Stabilisierungsgesetz, das angekündigte Pflege-Neuordnungsgesetz und die Frage, warum Pflege in der Personalbemessung und Kompetenzausübung nach wie vor zu wenig Raum bekommt. Beide Hosts erklären, was es bedeutet, dass der Deutsche Pflegerat seit Februar 2026 maßgebliche Organisation der Pflegeberufe auf Bundesebene ist, wie die Geschäftsstelle mit zehn Köpfen 170 Gremien stemmt und warum es ab 2029 eine Institutionalisierung braucht. Außerdem: Rückblick auf den Tag der Pflegenden, das Treffen mit dem US-amerikanischen Schwesterverband und ein Klartext-Schluss zur Gesetzgebungsrealität.
Folge 6 - Gesundheitskompetenz. Pflege als zentrale Instanz: Ein Gespräch mit Prof. Dr. Doris Schaeffer
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Gesundheitskompetenz entscheidet, ob Menschen Gesundheitsinformationen „finden, verstehen, beurteilen und anwenden können“. In dieser Folge von „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ spricht Christine Vogler mit Prof. Dr. Doris Schaeffer (Universität Bielefeld), Mitglied der DPR-Fachkommission Gesundheitskompetenz, über die Bedeutung von Gesundheitskompetenz – und warum Pflegefachpersonen dabei eine Schlüsselrolle einnehmen.
„Das Gesundheitssystem ist einfach viel zu komplex und intransparent“, sagt Schaeffer. Viele Menschen haben vor allem Mühe, Informationen zu beurteilen und einzuordnen. Gleichzeitig leben wir heute in einer Welt voller Informationen – darunter auch viele falsche oder irreführende.
Pflegefachpersonen sind hier unverzichtbar: Sie sind immer nah am Patienten und sind eine zentrale Instanz, um Gesundheitskompetenz zu fördern. Ohne Pflege bleibt Gesundheitskompetenz eine Baustelle.
Auch die präventiven Möglichkeiten sind enorm: Studien zeigen bei höherer Gesundheitskompetenz Effekte von bis zu „20, 30 Prozent“.
Hören Sie rein und erfahren Sie, warum Gesundheitskompetenz ein Schlüssel für Prävention, Versorgung und Krisenbewältigung ist – und warum die Pflege dabei eine tragende Säule des Gesundheitssystem bildet. (Download DPR-Positionspapier Förderung von Gesundheitskompetenz als Aufgabe der professionellen Pflege)
Folge 5 - Pflege im G-BA: Zwischen Mitberatung und (noch) fehlender Mitbestimmung
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„Der Gemeinsame Bundesausschuss war ja damals ganz anders, als er es letzten Endes heute ist“, sagt Birgit Pätzmann-Sietas, die den Deutschen Pflegerat seit rund 20 Jahren im G-BA vertritt. In dieser Folge von „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ spricht sie mit Christine Vogler über die Arbeit des G-BA, die Rolle der Pflege in seinen Gremien – und darüber, was sich ändern muss. Noch hat die Pflege dort kein Stimmrecht: „Der Gesetzgeber hat uns nur ein Mitberatungsrecht im Unterausschuss Qualitätssicherung ermöglicht“, erklärt Pätzmann-Sietas. Doch die Versorgungslage wandelt sich. „Es wird zwingend notwendig sein, dass wir Stimmrecht und Mitberatungsrecht auch in anderen Unterausschüssen haben.“
Sie schildert, warum das Ehrenamt an seine Grenzen stößt: „Wir haben ja schlichtweg nur zwei Möglichkeiten von Beginn an gehabt. Entweder wir nehmen teil und wir bringen unsere Kompetenzen ein – oder man macht es nicht. Dann ist man nicht dabei. Dann ist die Kompetenz von uns nicht da.“
Pätzmann-Sietas fordert die Umsetzung des Koalitionsvertrags: ein gesetzlich verankerter Sitz mit Stimme für die Profession Pflege. Das sei eine Notwendigkeit für die Zukunft und Umsetzung einer Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag. „Ich denke, der Gesetzgeber hat schon verstanden, dass wir Versorgung auf breitere Füße stellen müssen und die Kompetenzen aller Professionen einbeziehen müssen. Und das bedeutet aber dann auch im Gegenzug, dass wir auch hier an anderen Unterausschüssen zu beteiligen sind.“
Folge 4 - Wie das StäBeP-Projekt den DPR und die Profession Pflege stärkt
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Seit 2022 läuft das Projekt StäBeP – „Stärkung des Deutschen Pflegerats zur Stärkung der Berufsgruppe der Pflegekräfte“. Das Bundesgesundheitsministerium fördert es aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Doch was bedeutet das konkret? Wer steckt dahinter? Und warum braucht es eine starke Pflegevertretung auf Bundesebene im Haupt- und Ehrenamt? In dieser Folge von „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ spricht Christine Vogler mit Franziska Berghoff, Lisa-Elaine Beccard und Michael Schulz. Die drei Teammitglieder berichten von ihren Aufgaben, Erfahrungen und Wünschen. Sie erzählen, wie Berufspolitik den Arbeitsalltag in der Pflege prägt, welche Herausforderungen ein dynamisches Umfeld mit sich bringt und wie sie unter Zeitdruck Pressearbeit leisten. Gemeinsam diskutieren sie die zentrale Frage: Wie gelingt eine professionelle Pflegevertretung auf Bundesebene? Alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Stärkung der Pflegeprofession auf Bundesebene, auch über das Jahr 2025 hinaus. Denn ohne die Fortsetzung der Finanzierung, ohne StäBeP, müsste der Deutsche Pflegerat wieder fast ausschließlich auf Ehrenamtliche setzen. Dies in einem Bereich, der dringend professionelle Vertretung braucht, um die Pflegeberufe zu stärken. Mit nur sieben Mitarbeitenden steht der Deutsche Pflegerat dabei anderen großen Strukturen der Selbstverwaltung gegenüber und zählt dennoch zu den effizientesten Organisationen im Gesundheitswesen. Jetzt reinhören und entdecken, wie viel Engagement, Fachwissen und Teamgeist die Stimme der Pflege trägt.
Folge 3 - Pflege Digital denken - Wie Digitalisierung erlebbar wird
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„Wenn Digitalisierung erlebbar wird – für Pflegefachpersonen, für Angehörige, für Patient:innen – dann müssen wir niemanden mehr überzeugen.“ Ein Satz von Thomas Meißner, der deutlich macht: Damit Pflege von digitalen Lösungen wirklich profitiert, braucht es mehr als Technik. Es braucht Struktur, Sprache, Sicherheit. In dieser Folge von „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ spricht Christine Vogler mit dem Vorsitzenden der DPR-Fachkommission Digitalisierung über den Anschluss von 30.000 Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur, Chancen durch künstliche Intelligenz und Telepflege, die Notwendigkeit einer normierten Pflegesprache und die Frage: Was braucht es politisch, damit digitale Lösungen Pflege wirklich entlasten? Jetzt reinhören und erfahren, warum Digitalisierung in der Pflege mehr kann als papierlos. Wenn man sie richtig gestaltet.
Folge 2 - Pflege im Koalitionsvertrag - Was kommt auf die Profession zu?

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In dieser Folge von „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ diskutieren Christine Vogler und Christine Denk, wie die neue Bundesregierung die Pflege gestaltet und was der Koalitionsvertrag für die Pflegeberufe bedeutet. Was ist beim Pflegekompetenzgesetz, Pflegeassistenzgesetz oder in der Digitalisierung geplant? Wo fehlen konkrete Regelungen, etwa zur Pflegeversicherung oder zur strukturellen Einbindung und Mitbestimmung der Pflegeberufe im Gesundheitswesen. Diese Folge zeigt, wohin die pflegepolitische Reise auf Bundesebene geht. Wenn beruflich Pflegende mitentscheiden sollen, brauchen sie nicht nur Gesetze, sondern auch strukturelle Beteiligung, Ressourcen und politische Sichtbarkeit.
Folge 1 - Was ist der Deutsche Pflegerat - und warum braucht es ihn?

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In der Auftaktfolge von „Infusion Zukunft – Pflegepolitik mit Köpfchen“ sprechen Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, und Christine Denk, Geschäftsführerin des DPR, über die Rolle, Geschichte und Bedeutung des Deutschen Pflegerats – und warum die Pflegeprofession eine starke, politisch wirksame Stimme auf Bundesebene braucht. Wie ist der DPR organisiert? Warum ist er so wichtig für beruflich Pflegende? Welche Rolle spielt er bei Gesetzgebung, Versorgung und der Weiterentwicklung der Profession? Die Folge gibt Einblicke in die Arbeit des DPR, die gewachsene Struktur eines Verbändeverbandes – und zeigt die positive Wirkung der aktuellen Projektförderung durch das Bundesgesundheitsministerium aufgrund eines Beschlusses des Bundestages. Deutlich wird: Die finanzielle Unterstützung darf nicht 2025 enden – die Pflegeprofession braucht dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen für politische Mitwirkung.
