Fachkraftmangel in der Pflege liegt noch weitaus höher

Zahlen des IW bauen auf der aktuellen unzureichenden Personalausstattung auf

Zur Veröffentlichung der Simulationsrechnung des Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) zum Fachkräftebedarf in der Pflege bis zum Jahr 2035 erklärt Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR):

„Bis zum Jahr 2035 benötigt die professionelle Pflege in Deutschland laut dem IW mindestens rund 130.000 Fachkräfte mehr als dies derzeit der Fall ist. Das bedeutet ein Plus von gut 44 Prozent im Vergleich zu heute.

Die vorgenommene Simulationsrechnung vergisst dabei jedoch, dass bereits jetzt ein Fachkraftmangel besteht. Aus Sicht des Deutschen Pflegerats benötigen die Kranken- und Altenpflege zusammen derzeit bereits 100.000 Pflegekräfte mehr. Der Fachkraftmangel ist damit noch weitaus höher als vom IW angenommen wird.

Um den Fachkraftmangel entgegenzutreten schlägt das IW unter anderem eine Deregulierung der Pflege vor. Das ist einer von vielen wichtigen Punkten. Eine solche Deregulierung darf jedoch nicht dazu führen, dass die Qualität der Leistungserbringung wie auch die Sicherheit der Patienten leidet."

Ansprechpartner:

Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats

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