28.01.2026 In eigener Sache Pressemitteilung
DPR trauert um US-amerikanischen Intensivpfleger Alex Pretti und verurteilt Gewalt
Schutz, Würde, Rechtsstaatlichkeit
Der Deutsche Pflegerat (DPR) trauert um den US-amerikanischen Intensivpfleger Alex Pretti aus Minneapolis, der am 24. Januar 2026 von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE erschossen wurde. Der DPR verurteilt diese Gewalt entschieden. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen Kolleg:innen und den Menschen, die er als Pflegefachperson versorgt und begleitet hat.
„Der Tod von Alex Pretti erschüttert uns zutiefst. Wir verurteilen diese Tat klar und unmissverständlich. Pflegefachpersonen tragen jeden Tag Verantwortung für das Leben anderer – sie verdienen Schutz, Respekt und eine verlässliche Sicherheitskultur. Jetzt braucht es vollständige Transparenz, unabhängige Aufklärung, verbindliche Schutzmechanismen und klare Konsequenzen“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats.
Pflegefachpersonen stehen für Schutz, Fürsorge und Menschenwürde. Sie tragen täglich Verantwortung für das Leben anderer und arbeiten häufig unter hohen physischen und psychischen Belastungen. Wenn ein Mensch aus diesem Beruf, der Leben schützt und Leid lindert, wie Alex Pretti, gewaltsam getötet wird, ist das nicht nur ein persönlicher Verlust. Es ist ein Alarmzeichen für den gesellschaftlichen Umgang mit Pflege, Helfenden und öffentlicher Sicherheit – und ein Spiegel dafür, wie Macht, Verantwortung und Menschlichkeit in der Gesellschaft verteilt sind.
Internationale Pflegeorganisationen haben nach dem Tod von Alex Pretti einstimmig reagiert. Sie verurteilen Gewalt gegen Pflegefachpersonen ausdrücklich, fordern eine vollständige und unabhängige Aufklärung der Umstände und betonen das unveräußerliche Recht auf Sicherheit, Würde und Schutz – überall und für alle. Der Deutsche Pflegerat unterstützt diese Haltung uneingeschränkt.
Ansprechpartner:innen
Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de
