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27.01.2026 Arbeitsbedingungen Berufsautonomie Pressemitteilung

Primärversorgung neu denken – gemeinsam gestalten

DPR begrüßt Auftakt zum Fachdialog im Bundesgesundheitsministerium

Anlässlich des heutigen Auftaktgesprächs im Bundesgesundheitsministerium zum künftigen Primärversorgungssystem fordert der Deutsche Pflegerat (DPR), Pflegefachpersonen und Hebammen systematisch in die Entwicklung und Ausgestaltung der Primärversorgung einzubinden.

„Wir brauchen echte Primärversorgungszentren – multiprofessionell, wohnortnah und teamorientiert organisiert. Der erste Kontakt, die Steuerung und die Versorgung müssen auch pflegefachlich und aus Sicht der Hebammen gedacht, koordiniert und vergütet werden“, betonte Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, im Fachdialog mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und weiteren Vertreter:innen des Gesundheitswesens.

Pflegefachpersonen und Hebammen sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen, so Vogler weiter: „Triage, eigene Sprechstunden, Medikationsmanagement, Hausbesuche durch Community Health Nurses – die Expertise ist vorhanden. Jetzt braucht es klare, rechtssichere Handlungskompetenzen auf Basis der tatsächlichen beruflichen Qualifikationen und Leistungen. Dieses Verständnis muss für alle Gesundheitsfachberufe gelten.“

Eine moderne Primärversorgung erfordert klare Zuständigkeiten, verlässliche interprofessionelle Zusammenarbeit und eine Orientierung am Bedarf der Menschen – nicht an Systemlogiken. Auch eine starke digitale Infrastruktur und pflegesensitive Qualitätsindikatoren sind entscheidend, damit Primärversorgung wirksam gesteuert und kontinuierlich verbessert werden kann.

Der Deutsche Pflegerat bringt sich konstruktiv in den Fachdialog ein und setzt sich für ein Primärversorgungssystem ein, das Pflegefachpersonen und Hebammen nicht nur berücksichtigt, sondern aktiv mitgestalten lässt.

Das Statement von Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, zum Auftaktgespräch für den Fachdialog zum Primärversorgungssystem finden Sie in der Anlage.

Download Statement

Ansprechpartner:innen

Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats

Michael Schulz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0151 650 617 86 | E-Mail: m.schulz@deutscher-pflegerat.de

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